Neue Arbeitsteilung und Prozessgestaltung

Der soziodemografische Wandel hat große Auswirkungen auf das künftige Arbeitskräfteangebot für Krankenhäuser und erfordert eine neue Aufgabenteilung bei den patientennahen Berufsgruppen. Im Pflege- und Funktionsdienst führt dies kontinuierlich zur Erweiterung von Kompetenzen und beruflichen Perspektiven. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Modelle zur Aufgabenneuordnung die Versorgung im Krankenhaus verbessern und zugleich die Zufriedenheit des Personals erhöhen können.

Einarbeitungs- und Integrationskonzept am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer

Das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer hat ein besonderes Einarbeitungs- und Integrationskonzept für ausländische Mitarbeiter implementiert.

Lernen mit der CARO-Lernumgebung (CAre Reflection Online)

Das Institut für Public Health und Pflegeforschung an der Universität Bremen hat gemeinsam mit Projektpartnern eine digitale Lernumgebung für die Pflegeausbildung entwickelt. (Vorschautext)

Charité Centrum für Frauen-, Kinder- und Jugendmedizin: Robotergefährte Pepper

Der humanoide Roboter „Pepper“ ist in einer Kinderklinik der Charité erstmals im Einsatz. Dort sorgt er bei den kleinen Patienten für Unterhaltung und unterstützt die Arbeit der Pflegenden.

Kliniken Ostalb / Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd: PraxisAnleiterVisite (PAV)

In den Kliniken Ostalb am Standort Stauferklinikum Schwäbisch Gmünd wurde die PraxisAnleiterVisite (PAV) implementiert. Ein Konzept, das für ein erfolgreiches lernortübergreifendes Modell zum Erwerb von Fallverstehen und Reflexionsfähigkeit steht.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: Die „jukebox“ – neue Wege beim Pflege-Recruiting

Der soziodemografische Wandel hat große Auswirkungen auf das künftige Arbeitskräfteangebot für Krankenhäuser und erfordert eine neue Aufgabenteilung bei den patientennahen Berufsgruppen. Im Pflege- und Funktionsdienst führt dies kontinuierlich zur Erweiterung von Kompetenzen und beruflichen Perspektiven. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Modelle zur Aufgabenneuordnung die Versorgung im Krankenhaus verbessern und zugleich die Zufriedenheit des Personals erhöhen können.

Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus: Segregatives Konzept der Interdisziplinären Demenzabteilung (IDA)

Die interdisziplinäre Demenzabteilung der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus bietet Patienten mit Demenz einen weitgehend stressfreien Klinikaufenthalt mit minimierten Risikofaktoren in der Behandlung.

Link Nurses am Klinikum Heidenheim

Für einen besseren Schutz vor Infektionen mit Krankenhauskeimen verfolgt das Klinikum Heidenheim einen ganzheitlichen Ansatz. Link Nurses (Hygienebeauftragte in der Pflege) spielen dabei eine entscheidende Rolle. Ihr Einsatz in Heidenheim geht weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus.

Alfried Krupp Krankenhaus: Demenzmanagement „Blauer Punkt“

Das Alfried Krupp Krankenhaus in Essen entwickelte und etablierte über Jahre das Demenzmanagement-Konzept „Blauer Punkt“, welches die besondere Hilfsbedürftigkeit Demenzkranker in den Fokus rückt und Unterstützung für Angehörige bietet.

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift: Selbstbestimmte Arbeitszeiten

Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift hat einen Springer-Pool für Teilzeitkräfte und geringfügig Beschäftigte gegründet, in dem die Mitarbeiter ihre Arbeitszeit selbst bestimmen. Auf diese Weise wurde neues Pflegepersonal gewonnen und Stationen verstärkt, bei denen eine vakante Stelle nicht besetzt werden konnte oder ein Mitarbeiter länger krank war.

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf: „Casting“ für Stationsleitungen

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat eine Potenzialanalyse entwickelt zur Identifikation von Mitarbeitern für die strategische und operative Personalentwicklung.

Klinikum Lüdenscheid: Einführung von Case Management

Im Klinikum Lüdenscheid wurde seit 2005 sukzessive ein Case Management eingeführt. Durch die Umsetzung des Expertenstandards „Entlassmanagement“ sowie begleitender Maßnahmen und durch die Etablierung von Case Managerinnen und Managern wurde eine Entlastung des Personals auf Station erreicht. Durch einen kontrollierten Ressourceneinsatz und der Reorganisation von Prozessen konnten zudem Kosten eingespart werden – bei einer gleichzeitig verbesserten Patientenversorgung.

Alexianer-Krankenhaus Köln: Therapiemanagement

An der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie der Alexainer Köln GmbH wird das Therapiemanagement für die nicht ärztlichen oder psychologischen Therapien von Pflegekräften durchgeführt. Die Ärzte kennzeichnen diejenigen Therapien, an denen die Patienten nicht teilnehmen sollen. Patienten werden an der Auswahl der für sie hilfreichen Angebote beteiligt. In sogenannten "Schnupperangeboten" (zwei bis drei Versuchstermine) können sie die verschiedenen Methoden kennenlernen und prüfen. Ihre Erfahrungen werden in die Therapieplanung miteinbezogen. Beraten und unterstützt werden sie dabei von den Pflegekräften.

Kliniken Maria Hilf GmbH, Mönchengladbach: Einführung neuer Berufsgruppen

Angesichts zunehmender Expansionserfordernisse, gleichzeitigem Ärztemangel und dem Bedürfnis, Pflegekräfte zu entlasten, ist die Idee zur Umstrukturierung der Aufgabenverteilung in den Kliniken Maria Hilf GmbH in Mönchengladbach gewachsen. Es erfolgte eine kritische Betrachtung der traditionellen Aufgabenzuordnung zu den einzelnen Berufsgruppen und die Neustrukturierung nach entsprechender Analyse. Im Nachgang wurde die Aufgabenzuordnung auf den bettenführenden Stationen neu strukturiert. So wurden u.a. neue Berufsgruppen in der Leitstelle (Sekretariat) und im Service geschaffen. Der Zuständigkeitsbereich der Pflegekräfte (Übernahme patientennaher Tätigkeiten von den Ärzten) konnte erweitert werden, da die neuen Berufsgruppen ihrerseits Aufgaben von der Pflege erhielten. Die flächendeckende Einführung der neuen Struktur in allen 27 Stationen der Klinik wurde erreicht.

Städtisches Klinikum Karlsruhe: Einführung Patientenmanagement

Im Städtischen Klinikum Karlsruhe gGmbH wurde ein zweistufig konzipiertes, klinisches Patientenmanagement eingeführt. Mithilfe dessen wird die Optimierung und Koordination aller zur Patientenversorgung notwendigen Prozesse erreicht.

Universitätsklinikum Heidelberg: Einsatz von Hotelfachkräften

Am Universitätsklinikum Heidelberg werden qualifizierte Hotelfachkräfte nach einer spezifischen Schulung im stationären Speisenmanagement und Patienten-Service eingesetzt. Durch das neue Berufsprofil sollen das Pflegefachpersonal entlastet, die Patienten- und Serviceorientierung gestärkt und die Patientenzufriedenheit verbessert werden.

Medizinische Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz GmbH (medbo): Einsatz von Bachelorstudenten und -absolventen

Ausgangspunkt dieses Projekts der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz GmbH (medbo) war der Einsatz von Bachelorstudierenden, die nach dem Abschluss der Ausbildung zu Gesundheits- und Krankenpflegerinnen bzw. -pflegern in die zweite Studienphase kamen. Ziel war es, aktuelles Fachwissen mit dem Erfahrungswissen der Pflegenden auf den Stationen produktiv zu verbinden, Entwicklungs- und/oder Veränderungsbedarf zu erkennen und daraus definierte Arbeitsaufträge für die akademisch qualifizierte Pflegefachperson zu entwickeln.

Klinikum Fürth: Einsatz von Servicekräften

Die Leistungsverdichtung durch die Einführung des Sytems mit Klassifikation nach diagnosebezogenen Fallgruppen (Diagnosis Related Groups bzw. DRG) und damit der Druck, sich verändern und anpassen zu müssen, führte im Klinikum Fürth zum Einsatz von Servicekräften auf allen Stationen des Klinikums. Die Übertragung von Tätigkeiten auf geschulte Servicemitarbeiterinnen und -mitarbeiter führte zu einer Verbesserung der Servicequalität. Nach einer Pilotphase von drei Monaten wurde das Projekt flächendeckend auf allen Stationen realisiert.

Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg: Einführung von Primärer Pflege

Das Caritas-Krankenhaus St. Josef Regensburg begann im Jahr 1993 mit der Umstellung des Klinikbetriebs auf prozessorientierte Abläufe, wobei der Gesamtprozess von der Aufnahme bis zur Entlassung auf den Prüfstand gestellt wurde. Dadurch entstand das prozessorientierte Krankenhaus.

Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim gGmbH: Ersteinschätzung der Patienten

In der interdisziplinären Notaufnahme im Caritas-Krankenhaus Bad Mergentheim wird die Behandlungsdringlichkeit der Patientinnen und Patienten mittels des Manchester-Triage-Systems (MTS) durch Pflegende festgestellt.

Universitätsklinikum Freiburg: Applikation von Zytostatika

Die Abteilung Hämatologie der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg blickt auf eine lange Tradition der Applikation von Zytostatika durch das Pflegepersonal zurück. Bereits in der Mitte der 90er-Jahre wurde dies in der hoch spezialisierten Fachabteilung umgesetzt. Intravenös zu verabreichende Zytostatika, die auf einer Positivliste aufgeführt sind, werden durch examinierte Pflegekräfte appliziert. Die Qualifizierung der examinierten Pflegekräfte ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für eine rechtssichere Delegation von Aufgaben.

St. Franziskus-Hospital Münster: Altenpflegerinnen betreuen Patienten mit kognitiver Einschränkung

Im St. Franziskus-Hospital in Münster betreuen fünf Altenpflegerinnen Patientinnen und Patienten mit kognitiven Einschränkungen vor, während und nach einer Operation. Dieses Geriatrieteam wird ärztlich geleitet und ist der Klinik für Anästhesie angegliedert.

Florence-Nightingale-Krankenhaus, Düsseldorf: Implementierung von erweiterter Pflegepraxis

Im Florence-Nightingale-Krankenhaus in Düsseldorf werden seit 2010 sieben klinische Pflegeexpertinnen und -experten beschäftigt, welche in der Arbeitsweise der erweiterten Pflegepraxis auf den einzelnen Abteilungen integriert sind und somit zur Weiterentwicklung der Pflege beitragen sollen.

Kreiskrankenhaus Frankenberg gGmbH: Aufbau einer „Ambulanz chronische Wunden“

Am Kreiskrankenhaus Frankenberg wurde eine pflegerisch geleitete „Ambulanz chronische Wunden“ eingerichtet. Dies ist ein Beispiel dafür, dass auch in einem eher kleinen Krankenhaus ein solches Projekt realisierbar ist. 2012 vom Wundsiegel ICW e. V. zertifiziert, hat die Ambulanz ihren Schwerpunkt auf einer regionalen Vernetzung und Koordination verschiedener Dienste entwickelt.

Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH: Ersteinschätzung in der Zentralen Notaufnahme

In der Zentralen Notaufnahme des Klinikum Frankfurt (Oder) GmbH waren seit 2006 jährliche Anstiegsraten von 7 % der Patientenkontaktzahlen zu verzeichnen. Patientinnen und Patienten wurden einer unstrukturierten, nicht standardisierten Ersteinschätzung durch das administrativ aufnehmende pflegerische Fachpersonal unterzogen. Auf der Grundlage einer ausführlichen Problem- und Ursachenanalyse wurden Anfang 2009 konkrete Anforderungen zur Verbesserung der Situation definiert und umgesetzt. Die Kombination des Einsatzes von EDV-gesteuerten patientenorientierten Behandlungspfaden und der Ersteinschätzung durch hoch qualifizierte Pflegekräfte ist äußerst erfolgreich. Die Mitarbeiterzufriedenheit ist erheblich verbessert und die Anzahl der Patientenbeschwerden ist deutlich reduziert worden

Medizinische Hochschule Hannover: Implementierung einer radioonkologischen Pflegeberatungsambulanz

In der Klinik für Strahlentherapie und Spezielle Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover wurde auf Initiative der Geschäftsführung Pflege eine radioonkologische Pflegeberatungsambulanz eingerichtet. Dort werden alle Patienten mit malignen Tumorerkrankungen obligatorisch von einer Fachpflegekraft für Onkologie in pflegerelevanten Punkten ihrer Erkrankung und Behandlung beraten.

Klinikum Aschaffenburg: Einsatz von Pflegeexperten

Der zunehmenden Spezialisierung des Wissens in der Pflege trägt das Klinikum Aschaffenburg Rechnung, indem es Pflegeexperten in unterschiedlichen Bereichen etabliert hat. Pflegeexperten sind nicht nur in der Patientenversorgung tätig, sondern unterstützen und beraten ihre Kollegen bei Pflegeproblemen in der Praxis. Sie tragen auf diesem Weg entscheidend dazu bei, die Pflegequalität zu sichern.